112 Jahre Löschgruppe Nörvenich

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Das Jubiläum

Die Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Nörvenich (Kreis Düren, NRW) feierte ihr 112 jähriges Bestehen auf Schloss Nörvenich. Mit einer perfekten Organisation der August-Veranstaltung unter Löschgruppenführer Alexander Berger zeigten er und seine Kameraden, was in der Gemeinde Nörvenich Ortsgespräch ist: Die Jungs von der Feuerwehr sind eine starke Truppe.

Alexander Berger und Stellvertreter Oliver Hartlieb haben mit der Jubiläumsveranstaltung vor Augen geführt, dass Gemeinsinn und Opferbereitschaft im Ort lebendig sind. Das Projekt wurde vom Festkomitee mit Heinrich Iven, Markus Tappert, Klaus Schoubye, Mario Kremer und Anton Heller unterstützt. So hatte Nörvenichs Bürgermeister Hans Jürgen Schüller guten Grund, den aktiven der Löschgruppe besonders zu danken. Die Gemeinde sei „froh und stolz, solche Bürger zu haben“, sagte Schüller. Beim Festakt zeichnete er verdiente Feuerwehrleute aus.

Schlossherr John G. Bodenstein würdigte die Löschgruppe als ein „Vorbild für gemeinnütziges Engagement“ in unserer Zeit. Es sei zugleich ein gutes Zeichen für das künftige Zusammenwirken, dass die Löschgruppe an historischem Ort ihr Fest macht. Dies gelte um so mehr, als St. Florian nicht nur der Heilige der Feuerwehr ist, sondern seit Jahrhunderten „auch einer der Familienheiligen der Bodenstein-Pottensteins“.

Freiwillige Feuerwehr in 14 Ortsteilen

Die Freiwillige Feuerwehr Nörvenich mit Gemeindebrandmeister Eberhard Ruland und seinen Stellvertretern Jan Bietendüfel und Arno Strack hat 14 Ortsteile zu betreuen. Insgesamt elf Löschgruppen halten sich Tag und Nacht für mögliche Einsätze bereit. Diese Sicherheit für die Bürger trägt auch zur steigenden Qualität der Wohngemeinde Nörvenich bei. Sie ist bereits auch die Heimat für Berufstätige, die im gesamten Raum zwischen Düren, Jülich, Köln, Bonn und Euskirchen arbeiten.

Als wichtiges Dokument des 112-Jahre-Jubiläums ist eine kleine Festschrift erschienen. Darin wird berichtet: „Die Löschgruppe Nörvenich wurde 1895 das erste Mal in einem Schriftstück erwähnt. Als erster Brandmeister wurde hier in Nörvenich der Schumachermeister Wilhelm Mohr bestellt. Bekannt ist aber, dass 1829 schon eine Brandspritze angeschafft worden ist und ein Spritzenhaus gebaut wurde.“.

Der erste Brandmeister Mohr, Leiter der Wehr von 1895 bis zum Olympia-Jahr 1936, wird in der Festschrift auf einem alten Foto in Uniform, Helm und Ehrensäbel vorgestellt.

Förderverein für jedermann

In der Festschrift wird ferner auf den Förderverein der Löschgruppe Nörvenich hingewiesen. 1998 war er gegründet worden. Im Jahr 2007 gehören ihm rund 70 Mitglieder an. Neben dem Vorsitzenden Berger und seinem Stellvertreter Hartlieb engagieren sich im Vorstand Mario Kremer, Markus Tappert und als Schriftführerin Erika Heller. Durch Spenden und Mitgliederbeiträge wird versucht, die Ausrüstung für den Feuerwehreinsatz stetig zu verbessern. „Wenn auch Sie die Feuerwehr Löschgruppe Nörvenich finanziell unterstützen möchten, dann werden Sie Mitglied im Förderverein“, regt Alexander Berger an. Man kann also die Feuerwehr auch fördern, selbst wenn man sie (hoffentlich) ein Leben Lang nicht zu rufen braucht.

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