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2009-01-04 Einsatz: Explosion eines Wohnhauses in Jülich
Aus KFV
| Einsatz kurz und bündig | |
|---|---|
| Einsatz: | Brand |
| Gemeinde: | Jülich |
| Ortsteil: | Jülich-Stadtmitte |
| Ortsbeschreibung: | Siemensstraße |
| Datum: |
04.Januar 2009 17:20 |
| Statistik | |
| Fahrzeuge: |
Einsatzleitdienst Löschzug-Stadtmitte
Löschgruppe Lich Steinstraß Löschgruppe Stetternich Löschgruppe Bourheim Löschgruppe Kirchberg Löschgruppe Selgersdorf Rettungdienst + Technisches Hilfswerk |
| Einsatzdauer: |
489 Minuten |
| Quellen | |
| Haupt-Quelle | |
Informationen zum Einsatzablauf
1. Polizeibericht vom 04.01.2009
Jülich (ots) - Mehrere hunderttausend Euro Gebäudeschaden, aber glücklicherweise keine verletzten Menschen - das ist die Bilanz einer Explosion, die am vorgerückten Sonntagnachmittag ein Wohnhaus in Jülich vollständig zerstört hat.
Gegen 17.20 Uhr wurde ein Großaufgebot an Polizei und Rettungsdiensten in die Siemensstraße entsandt. Zeugen und Anwohner berichteten über die Detonation eines Reiheneckhauses, das nach Mitteilung der nur wenig später am Einsatzort eintreffenden Streifenwagenbesatzung zudem in Flammen stand. Der Brand wurde durch die Feuerwehr gelöscht. Umliegende Häuser wurden vorsorglich evakuiert und der Schadensort zunächst weiträumig abgesperrt.
Die zwei Bewohner des etwa zehn Jahre alten Gebäudes waren zum Zeitpunkt des Unglücks nicht zu Hause und wurden bei der Heimkehr vom gesamten Schadensausmaß überrascht. Glück im Unglück: der im Haus aufhältige Hund der Familie überlebte das Schadensereignis mit leichten Verletzungen, die beim Tierarzt behandelt werden konnten. Voraussichtlich leichte Gebäudeschäden waren auch an dem unmittelbar angebauten und dem gegenüberliegenden Haus entstanden. Vorsorglich wurden auch drei benachbarten Häuser geräumt, so dass mit den Geschädigten insgesamt zehn Personen die Nacht bei Verwandten unterkommen müssen. Neben umfangreichen Einsatzkräften waren unter anderem die örtliche Ordnungsbehörde, Mitarbeiter des Energie-Versorgungsunternehmens sowie seelsorgerische Betreuung vor Ort tätig.
Derzeit ist das zerstörte Haus noch nicht begehbar. Das für die Schadensermittlung zuständige Fachkommissariat der Polizei war vor Ort und hat die Ermittlungen nach der Ursache bereits aufgenommen. Nach dem bisherigen Stand der Feststellungen muss die Polizei davon ausgehen, dass die Ursache in einem Defekt im Zusammenhang mit der örtlichen Gasversorgung liegen könnte. Der Schadensort wurde beschlagnahmt. Die Untersuchungen dauern an.
2. Polizeibericht vom 05.01.2009
Jülich (ots) - Kurz vor dem vorläufigen Abschluss der kriminalpolizeilichen Untersuchungen an der Unglücksstelle scheint sich ein Leck an einer Gasversorgungsleitung als Teil der möglichen Schadensursache heraus zu kristallisieren.
Außerhalb, aber in der Nähe des explodierten Wohnhauses wurde eine Leckage an einer Schweißnaht eines Jahrzehnte alten, unterirdisch verlegten Gasrohres festgestellt. Es wird derzeit noch eingehend geprüft, ob dadurch freigesetztes Gas, eventuell begünstigt auch durch den hart gefrorenen Boden, unter der Erdoberfläche in den Kellerbereich des Hauses eingeströmt sein könnte, bis dass dort ein zündfähiges Gemisch entstanden war.
Bei dem Unglück war am Sonntagnachmittag ein Wohnhaus in der Jülicher Innenstadt völlig zerstört worden. Menschen wurden aber nicht verletzt (siehe dazu auch die Pressemeldung vom 04.01.2009).
