2011-02-13 Einsatz: Brand in Restmüllverwertungsanlage in Horm

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Einsatz kurz und bündig
Einsatz: Brand
Gemeinde: Hürtgenwald
Ortsteil: Horm
Ortsbeschreibung: Biologische Restmüllverwertungsanlage
Datum:

13.Februar 2011 14:07

Beteiligte Kommunen
  • FF Hürtgenwald
  • FF Düren
  • FTZ
Statistik
Einheiten:
Fahrzeuge:
Einsatzdauer:

ca. 4 Stunden

Quellen
Haupt-Quelle

Bericht Einsatzleiter

Informationen zum Einsatzablauf

Am Sonntag, dem 13.02.2011, wurde gegen 14:10 Uhr Vollalarm für die Feuerwehr Hürtgenwald ausgelöst. Gemeldet war ein BD3, unklarer Rauch aus Dach, bei der Biologischen Reststoffverwertung auf dem ehemaligen Gelände der Mülldeponie in Horm. Bei der Anlage handelt es sich um eine Müllreduzierungsanlage. In dieser Anlage verrottet der angelieferte Müll im biologischen Sinne, d.h. dass der angelieferte Müll um ca. 25% reduziert wird. Erst dann wird das Restprodukt zur weiteren Verarbeitung abtransportiert. Eine Brandmeldeanlage (BMA) ist vorhanden, hatte aber nicht ausgelöst.

Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte ergab sich das Problem des Zugangs auf das Firmengelände. Durch das Nichtauslösen der BMA war das FSD (Feuerwehr Schlüssel Depot) verschlossen, ein Freischaltelement war nicht vorhanden. Daher musste das FSD gewaltsam geöffnet werden, um mittels Objektschlüssel Zugang zum Firmengelände zu erhalten. Noch während des gewaltsamen Öffnens des FSD traf der 4-11-1 mit dem späteren Einsatzleiter an der Einsatzstelle ein.

Nach einer ersten Erkundung des Einsatzleiters mit einem ortskundigen Gruppenführer und einem Atemschutztrupp stellte sich folgendes Lagebild dar:
Außerhalb des Gebäudes trat an mehreren Stellen Rauch aus dem Gebäude hervor, sämtliche Hallenbereiche waren stark verraucht (etwa bis zur Hälfte der Hallenhöhe), so dass sofort alle Rauch- und Wärmeabzug Anlagen (RWA-Anlagen) ausgelöst wurden. Durch diese Maßnahme waren die Hallenbereiche sehr schnell rauchfrei. Dem Gruppenführer incl. Atemschutztrupp wurde dann der Auftrag erteilt, die genaue Lokalisation des Brandes ausfindig zu machen bzw. bis zur Rauchgrenze vorzugehen.

Im weiteren Einsatzverlauf wurden 4 Einsatzabschnitte gebildet: Brandbekämpfung, Atemschutz, Wasserversorgung und Bereitstellungsraum. Der 2m- Einsatzstellenfunk wurde auf 2 Funkkanäle gesplittet. Eine Wasserversorgung von einem Überflurhydranten wurde bis zum Zugang in das Gebäude verlegt. Mittlerweile war der Brandort lokalisiert worden. Innerhalb der Rotte brannten Reststoffe (im Prinzip Müll) im Bunker 522. Daher wurden 2 C-Rohre zur Brandbekämpfung vorgenommen. Insgesamt mussten von der Wasserentnahme bis zum Brandort ca. 200 Meter incl. mehrerer Höhenmeter überbrückt werden. Im Verlauf des Einsatzes waren mehrere Atemschutzgeräteträger (AGT)-Trupps gleichzeitig im Einsatz. Aufgrund der geringen Anzahl an AGT (verwunderlich für einen Sonntag) wurde der 4. Löschzug der Feuerwehr Stadt Düren zur Einsatzstelle alarmiert, um die Bereitstellung weiterer AGT sicherzustellen.

Nach ca. 1 Stunde konnte Feuer unter Kontrolle gemeldet werden. Die weitere Vorgehensweise wurde nun mit dem mittlerweile an der Einsatzstelle eingetroffenen Verantwortlichen des Betreibers abgestimmt.

Gegen 16:15 Uhr wurde Löschzug (LZ) Süd aus dem Einsatz herausgelöst, der LZ Nord sollte weiter an der Einsatzstelle verbleiben. Feuer aus wurde gegen 17:15 Uhr gemeldet. Danach wurde die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben. Der Einsatz endete um 18:00 Uhr. Insgesamt waren ca. 80 Feuerwehrkräfte am Einsatz beteiligt.


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