Allgemeines über die Kreisjugendfeuerwehr Düren

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Die Kreisjugendfeuerwehr Düren ist eine Unterabteilung des Kreisfeuerwehrverbandes Düren e.V., also ein Zusammenschluss der Jugendfeuerwehren im Kreis Düren und wurde im Mai 1972 gegründet.

Inhaltsverzeichnis

Aufgaben

Sie hat nach der „Jugendordnung“ folgende Aufgaben (Auszug)

  • Die Jugendfeuerwehr des Kreises Düren ist die Gemeinschaft der Jugend innerhalb der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Düren, die sich zu den Idealen der Freiwilligen Feuerwehr bekennt und an ihrer Verwirklichung tätig mitwirkt.
  • Die Jugendfeuerwehr will die Jugend zu tätiger Nächstenhilfe anleiten.
  • Sie will das Gemeinschaftsleben und die demokratischen Lebensformen unter den Jugendlichen flegen und fördern.
  • Die Jugendfeuerwehr fordert von jedem Angehörigen der Jugendfeuerwehr die Anerkennung der Menschenrechte, das Bekenntnis zum freiheitlichen Staat demokratischer Ordnung und die Bereitschaft, die sich daraus ergebenden staatsbürgerlichen Pflichten zu erfüllen.
  • Die Jugendfeuerwehr des Kreises Düren hat den Zweck, die in ihr vereinigten Jugendfeuerwehren bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen durch:
  • Vermittlung von Anregungen für die Jugendarbeit.
  • Schaffung einheitlicher Ausbildungsrichtlinien.
  • Schulung und Weiterbildung der Jugendgruppenleiter.
  • Organisation von Jugendfeuerwehrtreffen und Ermöglichung des Erfahrungsaustausches unter den Jugendfeuerwehren.
  • Zusammenarbeit mit anderen Jugendverbänden und Jugendringen.
  • Vermittlung von Zuwendungen aus den öffentlichen Jugendplänen.
  • Pflege internationaler Begegnungen und Zusammenarbeit.
  • Vertretung der Interessen der Jugendfeuerwehr.

Mitgliederstärke

Zum 31.12.2012 (zu diesem Zeltpunkt werden bundesweit die Jahresberichte der Jugendfeuerwehren erstellt) bestand die Kreisjugendfeuerwehr Düren (KJF) aus 724 Mitgliedern, nämlich 584 Jungen und 140 Mädchen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren.

Hierzu etwas Statistik (im 10-Jahres-Rhythmus) (Mitgliederzahlen jeweils zum 31.12.):

  • 1973 = 41 Mitglieder
  • 1983 = 352 Mitglieder
  • 1993 = 599 Mitglieder
  • 2003 = 934 Mitglieder
  • 2012 = 724 Mitglieder

Von den Jugendfeuerwehren wurden seit 1972 insgesamt 2259 Jugendfeuerwehrleute in die aktive Wehr übernommen und die meisten sind der Feuerwehr heute noch treu geblieben. Einige Jugendfeuerwehrleute sind heute in die Spitze als Funktionsträger hochgestiegen. z.B. als Gemeindebrandmeister. Es ist immer noch so, dass „jeder den Marschallsstab im Tornister hat“.

Die Zunahme der Mädchen in der Jugendfeuerwehr erfolgte seit 1990 ziemlich rapide. Von 1972 bis 1990 lag die Mitgliederzahl der Mädchen immer unter 20. Seit 1990 stieg sie wie folgt an:

  • 1990: 17
  • 1995: 50
  • 2000: 129
  • 2005: 151
  • 2012: 140

Mit dem 10. Lebensjahr können die Kinder in die Jugendfeuerwehr eintreten. Mit dem 18. Lebensjahr können sie in die aktive Wehr übernommen werden. Diese 724 Jugendlichen sind in 68 Jugendfeuerwehren zwischen Titz im Norden und Heimbach im Süden organisiert.

Tätigkeit in der Jugendfeuerwehr

Alle 68 Jugendfeuerwehren werden von einem Jugendwart/in betreut. Auf Stadt- bzw. Gemeindeebene sind die Jugendfeuerwehren zusammengefasst und werden von einem Stadt- bzw. Gemeindejugendfeuerwehrwart/in gleitet. Es gibt also 68 Jugendwarte/in und 15 Stadt-/Gemeinde Jugendfeuerwehrwarte/in im Kreis Düren. Zusätzlich noch Stellvertreter zu jedem „Posten“ und viele, viele Helfer und Betreuer. Dieser ganze Personenkreis verrichtet seine Arbeit in der Jugendfeuerwehr neben der „normalen“ Arbeit des Feuerwehrmannes bzw. der Feuerwehrfrau, ist also sehr zeitaufwändig. Auf Kreiseben fielen in 2012 insgesamt 9545 Stunden zusätzliche ehrenamtliche Arbeit für die Jugendfeuerwehr an. Sie unterteilen sich in 4717 Stunden für die feuerwehrtechnische Ausbildung und 4828 Stunden für die allgemeine Jugendarbeit. Dazu noch die Vorbereitungsstunden und die Planungen.

Aus der Aufteilung der Stundenzahl ist zu ersehen, dass etwa 50 % auf die feuerwehrtechnische Ausbildung und 50 % auf die allgemeine Jugendarbeit entfallen.

Dies ist so gewollt und richtig. Sicherlich kommt ein 10-jähriger oder eine 10-jährige zur Feuerwehr, weil er bzw. sie eben mit Wasser spritzen wollen, Feuerwehrautos toll findet oder vieles mehr. Die meisten „Neuen“ kommen durch die „Mund-zu-Mund-Propaganda“ zur Jugendfeuerwehr. Ganz klar ist, dass die Jungen und Mädchen behutsam und einfühlsam durch die geschulten Jugendwarte an den Feuerwehrdienst herangeführt werden. Eine ausgewogene Mischung aus theoretischem und praktischem Unterricht ist hier gefragt. Besonders stolz sind die Jungen und Mädchen, wenn sie ihre erste Uniform erhalten, die von der Feuerwehr kostenlos gestellt wird (bei der Jugendfeuerwehr ist übrigens alles kostenlos).

In den Einsatz dürfen die Jugendfeuerwehrleute noch nicht. Ältere Jugendfeuerwehrleute werden hin und wieder, wenn nicht alle Plätze in den Feuerwehrfahrzeugen besetzt sind, zum Einsatz mitgenommen und „in den hinteren Reihen“ eingesetzt, z.B. als Funker.

Feuerwehr ist aber nicht alles bei den Jugendfeuerwehren. Jugendarbeit hat den gleichen Stellenwert. Jugendfeuerwehren unternehmen vieles gemeinsam, sei es auf örtlicher oder auch überörtlicher Ebene.

Einige Beispiele der allgemeinen Jugendarbeit:

  • Spieleabende
  • Radtouren
  • Schwimmveranstaltungen
  • Säubern der Umwelt
  • Wanderungen
  • Ferienmaßnahmen, teilweise sogar im Ausland
  • Weltrekordversuche, wie z.B. am 11.9.1999 am Burgauer Weiher
  • Zeltlager auf örtlicher Ebene oder Kreisjugendfeuerwehrzeltlager
  • Teilnahme an Wettbewerben in ganz NRW, wie z.B. Erwerb der Leistungsspange
  • Sportliche Wettbewerbe, z.B. Tischtennis, Orientierungsläufe
  • Abnahme der drei Stufen der Jugendflamme

Eine weitere Aufzählung würde hier zu weit führen.

Jedes Jugendfeuerwehrmitglied sollte vor der Übernahme in die aktive Wehr die Leistungsspange erworben haben. Bei diesem bundesweit einheitlichen Wettbewerb wird das Jugendfeuerwehrmitglied getestet, sowohl theoretisch als auch praktisch. In jedem Jahr nehmen Jugendfeuerwehr aus dem Kreis Düren an diesen Abnahmen teil.

Das Zeltlager

Alle 2 Jahre veranstaltet die Kreisjugendfeuerwehr in einer anderen Kommune ein großes Zeltlager. Den hohen organisatorischen und logistischen Aufwand übernimmt jeweils die Feuerwehr der Kommune, wo das Zeltlager veranstaltet wird. Meistens bewerben sich als Ausrichter Kommunen bzw. die dortigen Jugendfeuerwehren, wenn ein Jubiläum gefeiert wird, wie im Jahr 2006 das 25-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehren der Gemeinde Titz.

Aufbautag für das Zeltlager ist immer Fronleichnam (Donnerstag). Dann treffen sich abends viele Jugendwarte zum gemütlichen Gedankenaustausch und Bewachen der noch leeren Zelte. Freitags reisen nach der Schule die Jugendfeuerwehren an. 2006 waren dies insgesamt 470 Personen. Dann beginnt das Lagerleben. Spiele und Wettbewerbe, Wanderungen und vieles mehr gestalten das Wochenende. Und man sollte gar nicht glauben, wie hungrig die frische Luft macht. Essen ist fast die zweitwichtigste Tätigkeit. Hierbei sollte man die große Anzahl der hungrigen Mäuler bedenken. Es ist aber immer unproblematisch, diese Unmengen von Mahlzeiten zu beschaffen. Für die Teilnahme am Zeltlager bezahlt die Jugendfeuerwehr pro Mitglied 13 €, womit alles bezahlt ist.

Jede Jugendfeuerwehr hat heute mindestens ein eigenes Zelt, in welches bis zu 20 Personen passen. Im Normalfall reihen sich etwa 50-60 dieser Großraumzelte aneinander. Es wird aber immer problematischer, eine Fläche mit den entsprechenden Sanitäranlagen für dieses Großzeltlager zu finden. Der kreiseigene Zeltplatz Finkenheide in Kleinhau reicht hierfür z.B. schon nicht mehr aus.

Das Zeltlager wird immer sonntagmorgens mit der Siegerehrung für alle Wettbewerbe beendet. Oft sind während eines Zeltlagers schon „die Zelte weggeschwommen“, aber nie hat es damit Probleme gegeben. Feuerwehren sind eben flexibel und bauen z.B. dann Dämme, Gräben und setzen Pumpen ein. Vettweiß, wo bereits 2 x das Zeltlager stattfand, ist als „Regenloch“ verschrieen, denn beide Male wurde „Land unter“ gemeldet. 2008 hoffen wir auf gutes Wetter, denn dann ist die KJF wieder zu Gast in Vettweiß.

Das Zeltlager 2010 wurde durch die Jugendfeuerwehr Jülich ausgerichtet, hier der Bericht aus Jülich:

Alle zwei Jahre findet das gemeinsame Zeltlager der Jugendfeuerwehren im Kreis Düren statt, an dem auch die Jugendfeuerwehr Jülich immer teilnimmt. Das Jahr 2010 bildete aber eine kleine Ausnahme: Wir nahmen nicht nur am Zeltlager teil, sondern waren auch der Ausrichter. Als Platz für das Kreiszeltlager diente der hintere Teil des Parkplatzes am Lindenrondell. Dank der hervorangenden Unterstützung durch den Brückenkopfpark konnten wir uns dort breit machen und auch den Park selber in unsere Planungen des Zeltlagers mit einbeziehen.

Los ging es für die Jugendwarte der JF Jülich dann bereits am Mittwoch den 02.06.2010. Es wurden die eigenen Zelte aufgebaut, Strom- und Wasseranschlüsse auf dem gesamten Platz verlegt und Toilettenwagen in Stellung gebracht. Nachdem zu später Stunde die gesamte Infrastruktur stand, gönnten sich die Betreuer ihr wohlverdientes Bier bei einem gemütlichen Grillabend.

Am Donnerstag reisten die übrigen Jugendfeuerwehren an, um ihre Zelte aufzubauen. Erneut endete der Abend mit gegrilltem Fleisch und einem kühlen Bier für alle Betreuer der Jugendfeuerwehren.

Nun konnte es auch für alle Jugendfeuerwehren losgehen. Im Laufe des Freitag Nachmittag reisten alle Gruppen an und bezogen ihre Zelte. Auch die Jugendfeuerwehr Jülich, die mit 43 Jugendlichen und 18 Betreuern teilnahm, bezog ihr Quartier am Eingang zum Zeltplatz. Nach der Eröffnung durch den Schirmherrn, Bürgermeister der Stadt Jülich Heinrich Stommel, erfolgte auch schon das Abendessen in Form einer Gulaschsuppe. Anschließend startete bei einsetzender Dämmerung die obligatorische Sternwanderung. Diese führte uns in zwei Gruppen jeweils links und rechts der Rur entlang. Am Treffpunkt der Sternwanderung gab es zur Stärkung ein Eis für alle Teilnehmer. Nach der Rückkehr zum Zeltplatz endete der Abend, so wie es sich für ein Zeltlager gehört, an einem großen Lagerfeuer.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Lagerolympiade. 10 Spiele und eine Park-Ralley galt es im Laufe des Tages im Brückenkopfpark zu lösen. Dabei musste ein Mix aus feuerwehrtechnischen Aufgaben und Geschicklichkeitsspielen bewältig werden. Unterbrochen wurden die Spiele nur vom Mittagessen in Form von Nudeln mit Bolognesesoße. Im Laufe des frühen Nachmittags hatten dann alle Gruppen ihre Aufgaben erledigt und so stand der Rest des Tages zur freien Verfügung. Tropische Temperaturen veranlassten uns schließlich dazu, einen Quick-Pool vor unseren Zelten aufzubauen, im dem nicht nur die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Jülich eine erfrischende Abkühlung fanden. Nach dem Abendessen mit Kartoffelgratin, Braten und Gemüse endete der Tag mit einer Lagerdisco.

Am Sonntag hieß es dann Abschied nehmen. Zu schnell endete das Kreiszeltlager, das dank eines kurzweiligen Programms und schönstem Wetter eine gelungene Veranstaltung war. Nach der Siegerehrung, bei der eine Gruppe der Jugendfeuerwehr Jülich so gerade noch den kleinsten Pokal für den 8. Platz mitnehmen durfte, begann das große Aufräumen. Die gesamte Logistik und Infrastruktur musste zurückgebaut werden und erst am Montag hatten wir alles wieder in Ordnung gebracht. So endete für die Jugendfeuerwehr Jülich ein erfolgreiches und anstrengendes Wochenende.

Wir möchten uns an dieser Stelle für die unzählig vielen helfenden Hände bedanken, ohne die das Zeltlager gar nicht möglich gewesen wäre. Vor allem bei den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Jülich, die bei der Essensausgabe, der Verpflegung und der Betreuung der Lagerolympiade mit angepackt haben. (Quelle: JF Jülich)

Der Kreisjugendfeuerwehrtag (KJF-Tag)

Der Kreisjugendfeuerwehrtag wird alle 6 Jahre veranstaltet. Er besteht aus Delegierten aller Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Düren und vielen Gästen. Die offiziellen Einladungen erfolg-ten Mitte Mai 2011. Der 13. KJF - Tag fand am 02.07.2011 in Inden-Altdorf statt.

Die Delegierten beim KJF-Tag werden anhand der Mitgliederzahlen vom 31.12. des Vorjahres errechnet. 287 Personen waren Delegierte, zusätzlich Gäste.

Der KJF-Tag hat zur Aufgabe, Anträge zur Jugendordnung und die Änderung der Jugendordnung zu beschließen. Außerdem wird der Vorstand der KJF für die nächsten sechs Jahre gewählt.

Am 02.07.11 wurde der folgende Vorstand gewählt:

  • Peter Kirschbaum (Hürtgenwald) Kreisjugendfeuerwehrwart
  • Tanja Bergrath (Vettweiß) stellv. KJFW`in
  • Maik Reifferscheidt (Nörvenich) stellv. KJFW
  • Alwin Sprünker (Aldenhoven) FBL Geschäftsstelle
  • Bernd Krafft (Jülich) FBL Finanzen
  • Christopher Zensen (Vettweiß) FBL Schriftführung
  • Tim Freialdenhoven (Jülich) FBL Wettkämpfe
  • Peter Helfmeyer (Kreuzau) FBL Ausbildung
  • Iris Scharnetzki (Langerwehe) FBL Veranstaltungen
  • Nadine Züll (Vettweiß) FBL Jugendforum

13. Kreisjugendfeuerwehrtag der KJF-Düren in Inden Altdorf am 02.07.2011

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