Dienstgrade bei der Freiwiligen Feuerwehr

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Bei der Feuerwehr hat jedes Mitglied einen Dienstgrad, den dieser auch sichtbar am linken Arm in Form eines Abzeichens trägt. Der Dienstgrad soll den Ausbildungsstand und die Erfahrung eines Feuerwehrmannes zeigen und wird auf Dauer vergeben. Ob und wann eine Beförderng zu einen höheren Dienstgrad erfolgt, entscheidet alleine der Wehrleiter der Feuerwehr, wobei die Laufbahnverordnung des Landes NRW dazu Mindestvoraussetzungen nennt.

Neben dem Dienstgrad kann der Wehrleiter ein Mitglied auch mit Funktionen beauftragen. Einige dieser Funktionen können durch Funktionsabzeichen am Ärmel kenntlich gemacht werden. Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen einer Funktion und einen Dienstgrad. Auch wird eine Funktion in der Regel nur auf Zeit vergeben und kann später auch auf eine andere Person übergehen.

Die Dienstgrade haben in der gelebten Praxis keine große formale Bedeutung. Da es im Kreis Düren nur Freiwillige Feuerwehrleute gibt, bekommen diese ja sowieso kein Geld (außer hauptamtliche Kräfte) und damit bei einer Beförderung auch nicht mehr Geld. Auch untereinander sind hohe Dienstgrade nichts besonderes. In der Feuerwehr wird eher ein großes Mieinander gelebt. "Das ziehen an einen Strang" steht im Vordergrund.

Eine höherer Dienstgrad gibt mehr Erfahrung und Wissen zum Ausdruck. Daher ist es normal, dass kein Feuerwehr-Anfänger einen Einsatz leiten wird.

Im Nachfolgenden sollen die Dienstgrade kurz vorgestellt werden. Dabei wird auch kurz erklärt, was für ein Wissen der Inhaber des Dienstgrades haben wird und welche Aufgaben üblicherweise mit diesem Dienstgrad verbunden sind.

Inhaltsverzeichnis

Jugendfeuerwehrmitglied

Alle Mitglieder der Jugendfeuerwehr sind Mitglied der Feuerwehr und haben keinen Dienstgrad. Man bezeichnet diese innerhalb der Feuerwehr als Jugendfeuerwehrmitglied, egal ob Junge oder Mädchen. Mitglieder der Jugendfeuerwehr dürfen bei Einsätzen nur außerhalb des Gefahrensbereichs eingesetzt werden und werden aus diesen Grunde in der Mehrzahl der Fälle bei Einsätzen nicht eingesetzt. (Die Jugendfeuerwehr hat auch ganz andere Ziele als die Brandbekämpfung etc.)

Feuerwehrmann-Anwärter/in

Jedes neue Mitglied in der Feuerwehr hat den Dienstgrad Feuerwehrmann-Anwärter/in. Bis auf die Aufnahme in die Feuerwehr, ist dieser Dienstgrad daher an keine Voraussetzungen gebunden. Anwärter dürfen im Einsatz auch nur außerhalb des Gefahrenbereichs und unter Anleitung eines erfahrenden Feuerwehrmanns eingesetzt werden.

Feuerwehrmann/Feuerwehrfrau

Wenn ein Mitglied der Feuerwehr vorher in der Jugendfeuerwehr war oder aber den ersten Teil der Truppmannausbildung efolgreich abgeschlossen hat, kann dieses vom Wehrleiter zum Feuerwehrmann ernannt werden. Es sind daher grundlegende Feuerwehrkenntnisse vorhanden. Der erste Teil der Truppmannausbildung hat einen Umfang von 80 Stunden.

Oberfeuerwehrmann/Oberfeuerwehrfrau

Wenn man mindestens 2 Jahre Feuerwehrmann war und auch den 2. Teil der Truppmannausbildung erfolgreich abgelegt hat, kann man zum Oberfeuerwehrmann/zur Oberfeuerwehrfrau ernannt werden. Der 2. Teil umfasst nochmals 80 Stunden. In der Regel hat man auch noch den Sprechfunkerlehrgang und den Atemschutzgeräteträgerlehrgang gemacht (nochmals zusammen XX Stunden), dieses ist aber keine Voraussetzung. Mit dem Dienstgrad wird das Wissen verbunden, dass man zusammen mit einem Truppführer eingenständig Aufgaben innerhalb der Feuerwehr bei Einsätzen nach Weisung umsetzen kann.

Hauptfeuerwehrmann/Hauptfeuerwehrfrau

Mit diesem Dienstgrad wird kein Lehrgang verbunden. Wenn man mindestens 5 Jahre Oberfeuerwehrmann war und sich aktiv am Dienst beteiligt hat, kann man vom Wehrführer zum Hauptfeuerwehrmann/zur Hauptfeuerwehrfrau ernannt werden. Damit soll die besondere Erfahrung des Feuerwehrmanns/der Feuerwerfrau unterstrichen werden.

Unterbrandmeister/in

Wer den Lehrgang zum Truppführer erfolgreich abgeschlossen hat und mindesten ein Jahr Oberfeuerwehrmann/frau war, kann vom Wehrleiter zum/zur Unterbrandmeister/in ernannt werden. Der Lehrgang zum Truppführer wird im Kreis Düren in drei Modulen mit zusammen XX Stunden am Schulungszentrum der Feuerwehr in Stockheim unterrichte. Damit ist der Ausbildungsstand aller Unterbrandmeister/innen im Kreis Düren einheitlich. In der Regel ist der Atemschutzgeräteträgerlehrgang Voraussetzung. Ein/e Unterbrandmeister/in hat das Wissen und die notwendigen Fähigkeiten, einen Trupp (aus 2 oder 3 Feuerwehrmitgliedern) zu leiten und mit diesem auf Weisung selbstständig Aufgaben im Einsatz abzuarbeiten.

Brandmeister/in

Wer den Lehrgang zum Gruppenführer am Institut der Feuerwehr in Münster erfolgreich abgeschlossen hat (96 Stunden) und mindestens zwei Jahre Unterbrandmeister/in war, kann zum Brandmeister/zur Brandmeisterin ernannt werden. Voraussetzung für die Teilnahme am Gruppenführerlehrgang ist der erfolgreiche Abschluss von allen Fachlehrgängen (Sprechfunker, Atemschutzgeräteträger, ABC-Einsatz, Maschinist). Damit hat der Feuerwehrmann das Wissen, um eine erweitere Gruppe zu führen (bis zu 12 Personen) und selbstständig kleinere Einsätze mit seiner Mannschaft abzuarbeiten.

Daher hat ein/e Löschgruppenführer/in einer Ortschaft in der Regel immer mindestens den Dienstgrad Brandmeister/in. Auch ist dieser Dienstgrad Voraussetzung, um innerhalb der Feuerwehr Unterricht zu geben. Daher soll angestrebt werden, dass auch Leiter von Jugendgruppen diesen Dienstgrad haben.

Oberbrandmeister/in

Für diesen Dienstgrad ist auch kein Lehrgang erforderlich. Wer zwei Jahre Brandmeister/in war, sich aktiv am Feuerwehrdienst beteiligt und regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen teilgenommen hat, kann zum Oberbrandmeister/in vom Wehrleiter ernannt werden. Damit soll die größere Erfahrung im Vergleich zu einen normalen Brandmeister/in ausgedrückt werden.

Hauptbrandmeister/in

Auch für diesen Dienstgrad ist kein Lehrgang erforderlich. Wer fünf Jahre Oberrandmeister/in war, sich aktiv am Feuerwehrdienst beteiligt hat und regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen teilgenommen hat, kann zum/zur Hauptbrandmeister/in vom Wehrleiter ernannt werden. Damit soll die besonders große Erfahrung als Brandmeister/in ausgedrückt werden.

Brandinspektor/in

Wer den Lehrgang zum/zur Zugführer/in am Institut der Feuerwehr in Münster erfolgreich abgeschlossen hat (XX Stunden) und mindestens Oberbrandmeister/in war, kann zum/zur Brandinspektor/in ernannt werden. Damit hat der Feuerwehrmann das Wissen, um einen Zug (22 Personen, besteht aus zwei Gruppen) zu führen und Einsätze in entsprechender Größe abzuarbeiten.

In der Feuerwehr werden häufig einzelne Löschgruppen organisatorisch zu einen Zug zusammengefasst. Der/die Zugführer/in dieser Einheiten hat in der Regel mindestens diesen Dienstgrad.

Brandoberinspektor/in

Gemeinde- oder Stadtbrandinspektor/in

Persönliche Werkzeuge