Gasbrandbekämpfung – Gemeinsame Fortbildung durch das RWE und den Kreisfeuerwehrverband Düren

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simulierter Gasbrand in Baugrube


Bereits zweimal konnten Führungskräfte der Feuerwehren im Kreis Düren an einem Fortbildungsseminar über das taktische Vorgehen, die besondere Gefahren sowie Möglichkeiten und Grenzen der Einsatzmittel der Feuerwehren teilnehmen. Ein dritte Veranstaltung ist im Oktober 2011 eingeplant.

Ermöglicht wird diese besondere Ausbildung für die Feuerwehren durch die technischen Einrichtungen, die das RWE in ihrem Ausbildungszentrum in Niederzier-Huchem Stammeln vorhält. Es gibt mehrere Übungsbaugruben, die mit verschiedenen Gasarmaturen, aber Wasser- und Stromleitungen bestückt sind. In einer dieser Baugruben können mit Erdgas realistische Brandszenarien dargestellt werden. Dadurch werden, die sonst nur in der Theorie beschriebenen Gefahren und Grenzen, für die Feuerwehrkräfte wirklich sichtbar und insbesondere die Hitzestrahlung wird spürbar.

Das Ausbilderteam Andreas Neitzel und Frank Swoboda, der selber ehrenamtlich Feuerwehrmann in Rödingen ist, wissen genau wie man die Grenzen beim Einsatz verschiedener Löschmittel mit der Anlage darstellen und den möglichen Einsatzleitern die Auswirkungen von kleinen Fehlern demonstrieren kann. So waren auch die „Aha“-Effekte bei den bisherigen Teilnehmern groß und wohl auch hoffentlich unvergesslich.

Natürlich wurde vor den praktischen Übungen auch entsprechendes Hintergrundwissen über ein Lehrgespräch vermittelt. Hier gab es einige Informationen über die im Straßenbereich und im Hausanschlussbereich vorhandenen Anlagen und Armaturen. Schwerpunkt hierbei waren die Verhaltensweisen, um bei einem Einsatz mit „Gasgeruch“ schnell und sicher das Ausmaß der Gefährdung zu ermitteln und entsprechende effektive Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Neben den Feuerwehrkräften profitiert natürlich das RWE aber auch die anderen regionalen Gasversorger davon, dass bei einem Feuerwehreinsatz in Verbindung mit Gasversorgungsanlagen stets besonnen, lageangepasst und somit sicher und effektiv von den Feuerwehren gehandelt wird. Die örtlichen Freiwilligen Feuerwehren sind nun mal meistens die ersten Hilfskräfte, die an den Einsatzstellen mit Unregelmäßigkeiten mit Gasversorgungsanlagen tätig werden. Die immer in Bereitschaft befindlichen Notdienste der Gasversorgungsunternehmen haben naturgemäß meistens eine längere Anmarschzeit als die örtlichen Feuerwehren.

F. Reinartz/R. Esser

Kreisfeuerwehrverband Düren


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