Gegen Rechtsextremismus und Gewalt in der Jugendfeuerwehr

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Im Jahre 2001 veranstaltete die Kreisjugendfeuerwehr eine bundesweit einzigartige Aktion gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt in der Jugendfeuerwehr.

Hierzu gab es 2001 die folgende Pressemitteilung:

Alle Teilnehmer haben unterschrieben
Die Resolution mit allen Unterschriften

„Ihr habt ein kraftvolles Zeichen für die Feuerwehr insgesamt gesetzt“. Das rief Landrat Wolfgang Spelthahn den Jugendfeuerwehrmitgliedern in Titz zu.

Titz war am 22. September 2001 der Ausgangspunkt einer Stafette quer durch den Kreis Düren. Fast 800 Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren trugen in verschiedenen Etappen die von ihnen gefasste Resolution gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt durch alle Städte und Gemeinden, in alle Rathäuser. Sehr gut war die Idee, die Resolution über Lautsprecherwagen von den Jugendlichen verlesen zu lassen. Viele Leute kamen an die Haustür oder blieben einfach stehen und hörten der Botschaft zu. Leider gab es einen kleinen Wermutstropfen, denn Nideggen musste bei der Stafette ausgespart werden. Aber nichts desto trotz, waren allen anderen mit Feuereifer bei der Sache. Das Wetter, teilweise Regen, wurde ignoriert. Es ging ja schließlich darum, Flagge zu zeigen. Kreisjugendfeuerwehrwart Markus Wirtz ging als Leiter dieser genehmigten Demonstration ganz in der Sache auf und lief die Gesamtstrecke von 207 km mit.

Viele Jugendfeuerwehren hatten auf örtlicher Ebene eigene Aktionen im Zusammenhang mit der Stafette durchgeführt, z.B. Tag der offenen Tür, Aktionsstand gegen Gewalt u.v.m. Als äußeres Zeichen für die Identifikation mit dem Thema haben sich einige Jugendfeuerwehren z.B. T-Shirts bedrucken oder Rücksäcke mit dem Thema der Stafette beschriften lassen.

Als letztes Rathaus im Kreis Düren wurde Titz angelaufen. Imposant war das Bild, was sich bot. Über 300 Jugendfeuerwehrmitglieder waren mit etwa 70 Feuerwehrfahrzeugen in die nördlichste Kreisgemeinde angereist. Während Bürgermeister Josef Nüßer die Resolution in Empfang nahm, zogen die Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht am Rathaus vorbei.

Bei der Abschlusskundgebung an der Titzer Schule unterschrieben alle Teilnehmer eine mit der Resolution bedruckte Plane. Sie wird bei zukünftigen Veranstaltungen nicht nur die Jugendfeuerwehren selbst, sondern auch die Bevölkerung an die Stafette und den Tenor erinnern.

Christiane Rösseler, Jugendfeuerwehrwartin aus Gey, hatte die Idee zu dieser Stafette. Sie erhielt von Markus Wirtz als Anerkennung einen Blumenstrauß. Landrat Spelthahn bat die Jugendlichen, die nicht nur für sich, sondern für die gesamte Feuerwehr viel getan hätten, weiterhin der Treue zur Gesellschaft verpflichtet zu bleiben.

Der stellv. Landesjugendfeuerwehrwart Hans-Jakob Luckas dankte den Jungen und Mädchen für diese bundesweit einmalige Aktion. Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Wolfram wusste, dass diese Stafette nicht nur für viel Gesprächsstoff in der Feuerwehr gesorgt hat, sondern auch von den 270.000 Bewohnern des Kreises Düren sehr gut aufgenommen worden sei und für viele Diskussionen gesorgt habe. Zum Abschluss lies Wolfram, wie schon Tradition geworden, mehrere Laola-Wellen laufen.

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