Interkommunale Jugendfeuerwehrübung

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Eintreffen an der E-Stelle

Angeregt von einem der Dürener Kameraden veranstalteten die Jugendfeuerwehren der Löschgruppen Echtz, Merken und Krauthausen am Samstag, den 24.10.2009, eine gemeinsame Einsatzübung auf dem Betriebsgelände der Firma Brohl Wellpappe in Krauthausen. Nach einer kurzen Einweisung der Gruppen im Krauthausener Gerätehaus wurden die Jugendlichen nach dem Zufallsprinzip einem der Löschfahrzeuge zugeteilt. Anschließend konnte auch schon das Einsatzobjekt angefahren werden.

Entnehmen der Steckleiter

Die angenommene Lage gestaltete sich wie folgt: Die Brandmeldeanlage des Betriebes hatte ausgelöst, wodurch die Kreisleitstelle die drei genannten Einheiten alarmierte und diese in Zugstärke mit drei Löschfahrzeugen zur Einsatzstelle ausrückten. Nach Erkundung durch den Einsatzleiter stellte sich heraus, dass die Rauchmelder den Brand einer Druckmaschine in einer Halle im rückwärtigen Teil des Geländes, unmittelbar an der Bundesstraße 56, detektiert hatten.

Die Tragkraftspritze wird angeworfen

Zudem wurde ein Mitarbeiter der Firma vermisst. Aufgrund eines Hinweises des Vorarbeiters musste in einem Abschnitt zusätzlich mit gefährlichen chemischen Stoffen gerechnet werden und zu allem Überfluss waren in der Nähe des Brandes noch Kraftstoffbehälter gelagert, die sich durch Brandausbreitung zu entzünden drohten. Der Einsatzleiter entschied sich dementsprechend für eine Gliederung in drei Einsatzabschnitte: Die Gruppe Echtz wurde mit der Menschenrettung im Rahmen einer Gefahrgutlage beauftragt, Merken übernahm die Brandbekämpfung sowie das In-Sicherheit bringen der Kraftstoffbehälter und Krauthausen kümmerte sich um die Wasserversorgung des Merkener Löschfahrzeugs über eine lange Wegestrecke aus dem Mühlenteich mit einer tragbaren Pumpe. Mit diesen Tätigkeiten war der Zug erstmal ausgelastet und die Jugendlichen machten sich dementsprechend zügig ans Werk.

Der Außenangriff wird vorgetragen

Rasch war die zu rettende Person gefunden und in Sicherheit gebracht. Für weitere Maßnahmen bezüglich der chemischen Stoffe wurde ein ABC-Zug nachgefordert. Die tragbare Pumpe wurde am Mühlenteich in Stellung gebracht und die Schlauchleitung zum Merkener Löschfahrzeug verlegt, so dass von dort die Brandbekämpfung eingeleitet werden konnte. Die Kraftstoffbehälter wurden von der Gebäudeseite entfernt und an einem Sammelplatz in sicherer Entfernung abgelegt. Die mittlerweile eintretende Dämmerung machte ein Ausleuchten der Einsatzstelle notwendig, das von mittlerweile wieder verfügbaren Trupps der einzelnen Gruppen übernommen wurde. Die restlichen freien Kräfte unterstützten bei der Brandbekämpfung an der Halle von verschiedenen Seiten. Nach gut anderthalb Stunden konnte dann „Feuer Aus“ gemeldet werden. Nach gemeinsamem Abbau und Aufräumen erfolgte eine kurze Einsatznachbesprechung, bei der sich alle Beteiligten sehr zufrieden mit dem Übungsverlauf zeigten. Für die Jugendlichen war es eine gute Gelegenheit sich untereinander kennenzulernen und einmal mit anderen Fahrzeugen und unbekannten Gerätschaften umzugehen. Anfang nächsten Jahres soll demnach auf jeden Fall wieder eine solche gemeinsame Übung in einer der anderen Ortslagen stattfinden.

Der verletzte "Mitarbeiter"

Die Jugendfeuerwehr Krauthausen möchte sich auf diesem Weg noch einmal bei allen beteiligten Jugendwarten und Jugendlichen für die gute Zusammenarbeit bedanken.

Persönliche Werkzeuge