Jahresdienstversammlung 2015 in Nideggen

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Um 19:00 Uhr, also vor der Jahresdienstversammlung, wurde die Anhörung zur Bestellung eines neuen Wehrleiters durch den Kreisbrandmeister Hans Peter Herkenrath durchgeführt. Der bisherige Wehrleiter Bruno Lauscher tritt mit Ablauf seiner Amtszeit nach nunmehr 32 Jahren nicht mehr an und möchte sein Amt in jüngere Hände abgeben. Mit großer Mehrheit sprachen sich die Mitglieder der Wehr dafür aus Karl Heinz Latz aus Wollersheim als seinen Nachfolger einzusetzen. Da hierdurch auch ein Posten des Stellvertreters frei würde, wurde Oliver Riem aus Abenden vorgeschlagen. Der zweite Stellvertreter, Markus Schumacher, hat noch drei Jahre Amtszeit vor sich und stand nicht zur Debatte. Der Kreisbrandmeister wird dem Rat der Stadt Nideggen nun den Wunsch der Wehr, der dann die beiden Kandidaten in ihr Amt einsetzten kann.

Volle Hütte

Der noch im Amt befindliche Wehrleiter Bruno Lauscher eröffnete dann um 19:30 Uhr die Jahresdienstversammlung mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des Flugzeugabsturzes in Frankreich, der sich im Laufe der Woche ereignet hat. Innerhalb der Wehr hatte es im Jahr 2014 glücklicherweise keine Verstorbenen zu beklagen gegeben.

Es konnten wieder einige Gäste aus der Politik begrüßt werden, die aufmerksame Zuhörer in der reichlich gefüllten Festhalle Abenden waren.

Zunächst richtete der stellvertretende Bürgermeister Dieter Weber ein Grußwort und einen Dank für die geleistete Arbeit an die Anwesenden Kameraden, Bürgermeisterin Göckemeyer hatte andere Termine und ließ sich entschuldigen. Hervorzuheben war das die Stadt Nideggen pro Bürger rund 14 Euro in den Feuerschutz investiert hat, was nur durch die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitglieder möglich gewesen ist.

Anschließend war der Kreisbrandmeister Hans Peter Herkenrath an der Reihe und ließ das Jahr 2014 und die erreichten Ziele seitens des Kreisfeuerwehrverbandes Revue passieren.

Schließlich richtete Karl Heinz Latz seitens der Wehrleitung seine Worte an die Anwesenden. Gutes gab es erstmals seit einigen Jahren wieder zu vermelden. Der Brandschutzbedarfsplan wird umgesetzt, alle notwendigen Beschaffungen konnten ohne große Diskussion umgesetzt werden, und das trotz des anhaltenden Sparzwanges. Letztendlich lag das auch daran das die Wehrleitung mit viel Einsatz in Zusammenarbeit mit der Verwaltung, die ein besonderes Lob für die gute Zusammenarbeit erhielt, stets versucht hat, die finanziell bestmögliche Alternative umzusetzen. So konnte im Jahr 2014 der Einsatzleitwagen in Dienst genommen werden, die Beschaffung des Gerätewagen – Logistik wurde umgesetzt, und die Ersatzbeschaffung für das nunmehr 26 Jahre alte Löschfahrzeug in Schmidt wurde ebenfalls auf den Weg gebracht. Zahlreiche Stunden im Bereich Vorbeugender Brandschutz, Brandschutzerziehung, Einsatz und Ausbildung nahmen die Kameraden wieder auf sich. Dafür dankte auch Karl Heinz Latz allen Kameraden und deren Familien die so oft auf ihre Lieben verzichten müssen.

Zum Schluss trat der Stadtjugendwart Markus Bauer an das Mikrofon. Er berichtete von der Jugendarbeit die die einzelnen Löschgruppen und deren Jugendgruppen im Jahr 2014 geleistet haben. Er mahnte aber auch, wie zuvor Karl Heinz Latz schon, das der Mitgliederschwund innerhalb der Jugendfeuerwehr beängstigende Ausmaße angenommen hat. Es stehen zur Zeit im gesamten Stadtgebiet noch 39 Jugendliche im Dienst der Feuerwehr. Wenn man bedenkt das der Großteil des Nachwuchses der Feuerwehr aus der Jugendfeuerwehr kommt, ist hier dringender Handlungsbedarf geboten, obwohl die Jugendlichen ein reichhaltiges Angebot zu Verfügung gestellt bekommen.

Nach der traditionellen Ausgabe der Lehrgangsbescheinigungen des Jahres 2014 erfolgten zahlreiche Ehrungen. Hartmut Wirtz aus Schmidt wurde nach 42 Jahren Dienstzeit in die Ehrenabteilung der Feuerwehr versetzt.

Walter Krings aus Berg wurde für 25-jährige Tätigkeit mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber ausgezeichnet, Jörg Pick erhielt für 35-jährige Tätigkeit das Feuerwehrehrenzeichen des Landes NRW in Gold. Mit der Ehrennadel in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes Düren wurde Hartmut Wirtz aus Schmidt und Rolf Tauscher in seiner Eigenschaft als Sachbearbeiter des Ordnungsamtes für den Feuerschutz ausgezeichnet. Markus Schumacher erhielt die Ehrennadel in Gold.

Durch den ebenfalls anwesenden stellvertretenden Kreisjugendwart Bernd Krafft wurden die Kameraden Bruno Lauscher (Berg), Thomas Schröteler (Embken) und Markus Baur (Schmidt) mit der Ehrennadel der Kreisjugendfeuerwehr ausgezeichnet. Diese wird für besondere Verdienste in der Jugendarbeit verliehen.

Nachdem es zum Punkt Verschiedenes keine Wortmeldungen mehr gab ergriff Bruno Lauscher nochmals das Wort. Mit einer kleinen Power Point Präsentation ließ er anhand von Zeitungsartikeln seine 32 Jährige Tätigkeit, gewürzt mit ein paar Anekdoten nochmals Revue passieren. Als er „seine“ letzte Jahresdienstversammlung beendete erhoben sich alle Kameraden und verabschiedeten ihn mit einem langen Applaus.

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