Kreisbrandmeister veranstaltete Informationsveranstaltung

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Schulung der Fühungskräfte am FTZ

Stockheim - Eine ganze Menge an Neuigkeiten über neue Aktivitäten und Organisation der feuerwehrspezifischen Gefahrenabwehr hatte Kreisbrandmeister (KBM) Hans-Jürgen Wolfram den Löschzug- und Löschgruppenführern der Feuerwehren der 15 Kommunen des Kreises Düren mitzuteilen. Über 80 Führungskräfte sind der Einladung des KBM gefolgt.

Im großen Schulungsraum des Feuerwehrtechnischen Zentrums des Kreises Düren wurde über Themen informiert, die sich überwiegend mit der Abarbeitung von Großschadenslagen beschäftigen. Nicht zuletzt durch den vergangenen Weltjugendtag und die Fußball-Weltmeisterschaft, sah sich der Kreis Düren in der Pflicht, sich adäquat mit der Erfüllung von Vorgaben des Landes zu beschäftigen.

So berichtete KBM Wolfram über die Bildung eines Großverbandes im Regierungsbezirk Köln. In diesem Verband muss der Kreis Düren zusammen mit dem Kreis Euskirchen eine ca. 170 Personen starke Bereitschaft, überwiegend aus Feuerwehrkräften stellen. Diese Einheiten müssen so organisiert werden, dass sie auch außerhalb von NRW bis zu 5 Tage lang bei Großschadenslagen helfen können.

Der Leiter der Feuerwehr Niederzier, Herbert Cremer, berichtete über den Aufbau von interkommunalen Feuerwehrzügen zur Gefahrenabwehr bei Gefahrstoff, Strahlenschutz und biologischen Gefahrensituationen. Hier werden aus den 15 Feuerwehren des Kreises Düren insgesamt 5 sog. "ABC-Züge" mit jeweils 22 Einsatzkräften gebildet. Das notwendige Material wird von den beteiligten Kommunen gemeinsam beschafft und unterhalten. Mit diesem Konzept soll sichergestellt werden, dass für diese Einsatzlagen immer ausreichend ausgebildetes Personal zur Verfügung steht. Durch die gemeinsamen Materialunterhaltung lässt sich bei den Kommunen Kosten sparen, da bisher jede Kommune alle Gerätschaften selber vorhalten musste.

Detailinfos: Weitere Informationen zu der Ausrüstung und Ausstattung des FTZ

Das neue Einsatzkonzept der Führungsunterstützungsgruppe der Feuerwehren des Kreises Düren, kurz FÜG, stellte Hans-Peter Herkenrath, Leiter der Feuerwehr Heimbach vor. Der Kreis Düren hat in 2005 einen neuen "großen" Einsatzleitwagen in Dienst gestellt. Somit ist die FÜG nun wieder in der Lage, ihre Serviceleistung, die Führungsunterstützung für den örtlichen Einsatzleiter, bei größeren Schadenslagen anzubieten. Hierzu wurde der bisherige Alarmierungsablauf der FÜG verändert, um die Hilfe lageangepasster und effektiver anbieten zu können.

Den letzten größeren Informationsteil gestaltete Hauptbrandmeister Herman-Josef Cremer. Als Leiter des Feuerwehrtechnischen Zentrums der Kreises Düren (FTZ), gab er einen Überblick über die derzeitige technische Fahrzeugausrüstung des FTZ. Er informierte über die noch in der Ausführung befindlichen Bauaktivitäten auf der Stockheimer Liegenschaft. Insbesondere werden für die praktische Ausbildung auf dem Gelände noch Stationen eingerichtet. So entstehen u.a. mehrere Baugruben, an denen Einsätze mit verschütteten Personen, undichte Gasleitungen und Schachtrettungen geübt werden können. Es werden überdachte Stationen für die Maschinistenausbildung eingerichtet, die die praktische Schulung auch bei Regenwetter ermöglichen. Nicht zuletzt wird die neue Abstellhalle für die Wechselcontainer so konzipiert, dass auch hier die praktische Ausbildung wettergeschützt durchgeführt werden kann.

Zum Ausklang der Veranstaltung informierte Polizeipfarrer von Eckardstein über die Möglichkeiten des Einsatzkräfte-Nachsorge-Team (EKNT). Dieses Team hilft den Einsatzkräften nach psychisch belastenden Einsätzen mit Verstorbenen oder Schwerstverletzen das Erlebte zu verarbeiten, um nachteilige seelische Auswirkungen zu vermeiden.

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