Neue Rettungsgeräte für Fw Nideggen

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Thomas und Franz Jürgen Irnich aus Nideggen mit den neuen Rettungsgeräten
Alt und neu nebeneinander - deutliche Unterschiede

Feuerwehr Nideggen rüstet auf !

Eine Aufrüstung der besonderen Art hat jetzt bei der Feuerwehr Nideggen stattgefunden. Es wurden neue hydraulische Rettungsgeräte angeschafft, die in drei Standorten Nideggen, Wollersheim und Schmidt vorgehalten werden. Nicht etwa, dass die „alten“ Geräte nicht mehr in einem technisch einwandfreien Zustand gewesen wären, im Gegenteil, nur sind die Geräte die zur Rettung von eingeklemmten Personen in PKW oder LKW benötigt werden, einfach zu schwach geworden. Moderne Fahrzeugkarosserien lassen sich mit den 25 Jahre alten Geräten einfach nicht mehr bearbeiten und schon gar nicht, wenn diese durch einen Unfall verformt sind. Um eingeklemmten Personen helfen zu können, mussten die Geräte einfach ersetzt werden, so der Leiter der Feuerwehr Bruno Lauscher. Die alten Hydraulikscheren hatten eine Schneidkraft von 21 Tonnen, die neuen dagegen haben eine Kraft von 107 Tonnen! Und selbst diese Geräte kommen bei den hochwertigen Fahrzeugen aus Stuttgart oder München an ihre Grenzen. Einige Berufsfeuerwehren in Deutschland haben dies zusammen mit den Fahrzeugherstellern ausprobiert. So lag die Zeit bei einem Fahrzeug aus einer Wolfsburger Autoschmiede, um eine Rettungsöffnung zu schaffen, bei ca. einer Stunde! Selbstverständlich ist die moderne Fahrzeugtechnik gut für die Insassen, dies hat aber zur Folge, dass die Feuerwehr sich der neuen Technik durch Gerät und Fortbildung immer wieder anpassen muss. Auch der ADAC hat schon mehrmals auf die Problematik hingewiesen. Die Anschaffung der neuen Geräte rettet Menschenleben. Im Stadtgebiet Nideggen passieren jährlich ca. 3-4 schwere Unfälle. Dann kommen die Geräte zum Einsatz. Es gibt aber auch kuriose Einsätze. In der Nideggener Jugendherberge hatte sich einmal ein zwölfjähriger Bursche den Arm in einem Getränkeautomat eingeklemmt, als er versuchte, Flaschen aus dem Gerät zu stibitzen. Auch hier kam das hydraulische Werkzeug zum Einsatz. Der Automat war danach nicht mehr zu gebrauchen, aber der Bursche blieb zum Glück unverletzt.

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